Klingt wie Mundwasser, ist aber Rumänien

Murighiol – Dorf der Durchsteher, Planhaber und Indiezukunftschauer. Murighiol ist das letzte Dorf der EU, welches mit dem Auto zu erreichen ist. Um das zu gewährleisten gibt es auch eine Neue davon, eine neue Strasse meine ich. Ein Traum von einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wie es seinesgleichen nicht woanders  zu finden sein wird.

Den Kleenen hat der Postmann gemacht (Sohn der Postfrau in Victoria) knipst sich selber mit der G11

Was in Bulgarien den alten Puff schmiert (der Spruch ist von einem Bulgaren, nicht von mir) kommt in Rumänien augenscheinlich in großen Teilen an. In Bestepe, in Malcoci, Victoria und Mahmudia wird gepflastert, geschaufelt und geteert, das es einen den Lipowanerbart kräuselt. Die allgegenwärtige EU-Flagge mit seinen 12 Sternchen meint zwar auch die 2007 beigetretenen Rumänen, zeigt sie aber nicht in Gold vor Blau.

Quasi das / der Missing Link zwischen Kutsche und Auto

Mythologisch können sich die orthodoxen Donauanrainer zwar auf den Heiligenschein Marias berufen, den man mit viel Phantasie in dem Sternenkranz sehen mag, aber ansonsten geht es um Kohle, Verbundpflaster (was nicht verbunden wird), Schaufeln und Komatsu-Bagger. Die Piste die sich nun von Tulcea (dem kabbeligen Tor zum Delta) bis Murighiol zieht ist schwarz, glatt und flimmert in der Mittagshitze der erbarmungslos hinreißenden Landschaft.

Besser als unser Fiat Ducato, nur nicht in Silber

Murighiol sollte der Startpunkt unserer Deltaerkundungen sein und er wurde es. Für Kanu und Floß gibt es Einlaßstellen, die von streunenden Hunden und getarnfleckten Anglern frequentiert werden. Hier zeigt man, was man hat, kratzt sich dabei die Eier und deutet auf den 225 PS-Yamaha der an einem Plastikkahn klemmt, wie ein fette Zecke an einem Hamster.

Mitdemabenbeinhund und Mitdenabenarschlutz

Sackkratzer Benitio del Torro und Tavi unser Wirt und Übersetzer

Tavi sieht aus wie ein Ire hat in Irland gearbeitet und ist doch seinem rumänischem Dorf samt seiner frühreifen Cousinenhorde treu geblieben. Mit knapp Hundertausend erfließten und ermauerten Euros kam er nach fünf Jahren aus der kühlen, nordischen Ferne zurück und klotzte sich seinen Traum von einem Feriendorf an die Ausläufer des Sfantu Georghe-Arms der Donau. Das sechshäusige Dörfchen ist reetgedeckt und diente uns als Homebase für die letzten 10 Tage unserer Drehzeit.

Sabine hat nen Vogel

Oft waren wir nicht da, aber Vanessa, Hajo und Martin hielten die Stellung, während wir als Nahrungsquelle erst für Mücken und später für Flöhe im Outback dienten.

Schilfläuse bekommt man wenn Tank bei Boot leer und Bremse kaputt

Über das Delta schreibe ich morgen, jetzt brauche ich erst mal die rumänischen 24 Stunden Karenz um mit der Tatsache klarzukommen, dass es morgen auf die zweitägige Heimreise geht, Kilometerfressen, Staubschlucken und fossile Brennstoffe vergeuden. Ahoi und bis später. Drum Bun.

Lutze

Sabine regt sich immer auf das es keine Bilder von ihr beim Arbeiten gibt, ...aber man sieht sie dabei auch nicht, versteckt hinter Sucher und Schulter - selber Schuld hätte sie Tonfrau werden sollen

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