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Gesichter der Donau- Ein Fotograf und ein Autor im Kanu zum Schwarzen Meer?

Dieses Buch ist auf Ihrem iPhone, iPad oder iPod touch über iTunes zum Download verfügbar oder als Hardcover im Handel erhältlich. Die DVD erhalten Sie in der 3sat Edition.

Beschreibung

2800 km mit dem Kanu unterwegs; die Donauten Lars & Niels Hoffmann: Autor, Fotograf und TV-Protagonisten 200 Seiten, 90 außergewöhnliche Porträt- und Landschaftsfotos, Text begleitend Auf der Donau von Deutschland bis zum Schwarzen Meer: Ein Fotograf und ein Autor brechen zu einer begegnungsreichen Reise auf. Über zweieinhalbtausend Kilometer im Kanu quer durch Europa. Dieses Buch zeigt ein grandioses Porträt der Donau und der Menschen ihrer Ufer. Beeindruckend schöne Fotografien und erzählende Texte – ein prächtig prächtig ausgestattetes eBook. »Lars und Niels Hoffmann haben mit ihrem Kanu und ihrem Erinnerungs-Schleppnetz, bestehend aus Kamera, Notizblock und wachen Sinnen die Donau ›erfahren‹ und zeigen uns ihren reichen Fang.« Ernst A. Grandits – Kulturzeit-Moderator, Journalist und Autor „Dies ist kein klassischer Fluss-Reiseführer und keine Abhandlung über die Donau. Auch wird man in diesem Buch keine gut gemeinten Ratschläge für eine Reise auf oder neben dem Fluss finden. Das Geschriebene ist zudem höchst subjektiv und mutet bisweilen geradezu fantastisch an. Dieses Buch porträtiert die Donau und die Menschen an ihren Ufern in wundervollen Fotografien – eingefangen aus der Perspektive des Flusses. Gesichter der Donau ist die intensive Begegnung mit einem langen Fluss. Einem Fluss, der sich dem Betrachter nicht sofort offenbart oder verführerisch an den Hals wirft. Der es ihm manchmal sogar etwas schwer macht und doch schließlich tief zu beeindrucken weiß. Es ist ein Buch voller Abenteuer!

Bildband und Reiseerzählung der DONAUTEN

Faszinierende Bilde und beschreibende Texte: Unser DONAU-ROAD-MOVIE in Gutenberg-Tradition

Faszinierende Bilder und beschreibende Texte: Unser DONAU-ROAD-MOVIE in bester Gutenberg-Tradition

Da ist es – und wir sind stolz darauf. In diesem Buch steckt ein ganzer Fluss, wundervolle Begegnungen und fanstatische Fotografien. Wir haben in den letzten Monaten hart daran gearbeitet – und es hat uns jede Menge Freude bereitet.
Möglicherweise konnten wir auch von der Donau einfach nicht genug bekommen. Auf unserer ersten Fahrt im Kanu zum Schwarzen Meer begleiteten uns die tapferen Fernsehmacher der MonstaMovies Filmproduktion im Auftrag der Sender 3sat und ZDF. Gemeinsam reisten wir auf und neben der blauen Lebensader, bogen immer wieder ab, um Neben-, Tal-, Höhen- und Irrwege zu erkunden, somit schließlich das Schöne zu entdecken und für die Nachwelt festzuhalten. Für einen Film wie ein Road- Movie, ein langsames vielleicht, voller Anmut und Komik und voller rührender Begegnungen, bis hin zur letzten Szene am Meer. Da standen wir nun, am Ende der Donau und hatten doch noch nicht alles gesehen.

Keine drei Wochen später hatte der Fluss uns zurück. Wieder starteten wir in Deutschland, mehr als zweieinhalbtausend Kilometer hatten wir vor unseren Paddeln, ohne Fernsehteam, dafür mit Malin aus Schweden im Begleitkajak und einem zweiten Hund im Kanu. Wir befuhren eine vertraut fremde Donau, wurden zu Flussmenschen.
Im Rückspiegel betrachtet werden die beiden Reisen nun eins, die Erlebnisse vermischen sich miteinander, sie werden zum Fluss, der alles zusammenhält, sie werden zu unserer Donau, zu diesem Buch.

DIE GESICHTER DER DONAU findet ihr beim Buchhändler eures Vetrauens. Hier kann der Band online bestellt werden.

Bildband und Reiseerzählung

200 Seiten, Gebundene Ausgabe, Format 22 cm x 30 cm
ISBN: 978-3-941803-02-2
29,90 €

Viel Freude damit!

::: DONAUT Niels

Am Ende?

Und sie funktionieren doch noch!

 

Zweimal rechts, dreimal links, einmal rechts, dann geradeaus und plötzlich fließt die Donau einfach weg, hat kein Ufer mehr in der Ferne. Sie ergießt sich ohne Ankündigung in ein riesiges Becken, das Schwarze Meer. Dies geschieht überraschend, auch wenn wir ja fest damit gerechnet haben (diesmal haben die Karten auch nicht getäuscht). Ist das jetzt das Ende der Reise? Ein wenig ratlos sitzen wir in den Booten und lassen uns die letzten zwei Kilometer heruntertreiben. Die Donau verschwindet einfach so. Sie verdünnisiert sich im wörtlichen Sinne, ist nicht mehr zu greifen. Der Mensch wünscht sich ja meist einen besonderen Abgang, etwas mit Effekt, etwas erstaunliches. Doch das bietet uns die Donau nicht – und bleibt sich damit treu. Schon ihr Erscheinen in Deutschland ist so unspektakulär, dass es niemand bemerkt und sich noch heute Formatmenschen um ihren „wahren“ Ursprung streiten, den es ja freilich gar nicht gibt, gar nicht geben kann. Die Donau erscheint einfach, sie fließt dahin und verschwindet schließlich ohne Aufsehen. Sie bietet nichts handfestes, ständig in Bewegung, umschlingend was sie nicht überwinden kann, frei von Willen und Zeit, nichts als Fluss.

Und so treiben wir fast auf das Meer, die ersten langen Wellen lassen die Boote schaukeln und ehe sich das Ufer ganz verliert, legen wir links an und springen an Land. Ungläubig taumeln wir durch den Sand, ein wenig euphorisiert, glücklich. Was nun? Erstmal die Zelte aufbauen. Und irgendwie ankommen.

Insgesamt 7.500 Kilometer in nur einem Bild!

Naja, Schwarzes Meer halt.

Knietief im Modder: Der Weg durchs Delta war nicht immer ganz einfach. Besonders an Land.

... aber auch auf dem Wasser: Rechts oder links? Molle wußte es auch nicht.

Unsere Strandresidenz, zwischen den Stürmen.

 

Seltsame Nachbarschaft.

Der Fotograf und das Meer.

Am Ende und doch noch nicht fertig.

 

 

 

Auf die Schnelle: Uns geht es gut!

Schade, am Ende der Reise müssen wir den Propeller wieder in Wien abgeben.

Immer weiter Richtung Meer. Nach Serbien zeigt sich nun Bulgarien am linken und die rumänische Walachei am rechten Ufer. Es ist still geworden auf dem Fluss, sehr still. Uns geht es gut, die Tage treiben mit der Strömung dahin, wir kommen gut voran. Es bleiben noch 750 Kilometer Donau, wenige Menschen und noch weniger Dörfer und Städte. Manchmal fühlt es sich an, als ob wir auf einem anderen Fluss sind, es ist wunderbar ruhig. Das nächste mal gibt es an dieser Stelle mehr, bis dahin werde ich nicht müde auf die aktuelle Donaukolumne im Kanumagazin hinzuweisen: GASTFREUNDSCHAFT! KLICKEN!

Liebe Grüße von Malin, Lars und Niels an euch alle.

Der Scheich inspiziert sein Nachtlager.

 

Von Vor- und Nachurteilen

Marjan – ohne ihn hätten wir jetzt keine Segelyachtlizenz für Serbien. Und das wäre schlecht.

 

Ja, ich gebe es zu, bei mir hatte wieder einmal der Vorurteilshammer kräftig zugeschlagen. Doch warum? Nun, wer einmal im Sommer mit dem Kanu durch Ungarn paddelt lernt die besten Seiten des Paddlerdaseins kennen. Die Landschaft sehr schön anzusehen, der Fluss noch wild und frei, die Menschen an den Ufern freundlich und entspannt. Sie wissen die Jahreszeit zu genießen und üben sich in beneidenswerter Hingebung Phlegmatismus zu praktizieren. Alles wunderbar also, kurzum ein Bilderbuch-Paddel-Sommer. Und dann denkt man an den anstehenden Übertritt nach Serbien.

Serbien, das Land der Grenzen und stundenlangen Grenzkontrollen, das Land der nächtlichen Meldepflicht – und wehe dem, der am falschen Ufer anlegt oder gar die falschen Menschen fotografiert. Man denkt an Menschen in blauen Tarnuniformen, an allgegenwärtigen Militarismus und an bissige Hunde. An Verbote und Verbotsschilder. An Wörter, die ich noch nicht einmal mehr entziffern kann, da Russisch in der Schule absolut uncool war und die Welt so wie so Englisch sprach. Zumindest sang. Ja, Serbien rangierte auf meiner Top-10-Donauländerliste nicht unbedingt ganz oben.

Doch kam es wieder einmal anders, denn der Teufel ist ein Eichhörnchen und schießt mit dem Besenstiel. Zu sagen, dass wir in diesem Land als Reisende freundlich empfangen werden, ist wohl eine Untertreibung. Wir werden mit offenen Armen empfangen. Von den Ufern des Flusses und den Booten winken uns die Leute zu. Sie nicken, lachen und zeigen uns den ausgestreckten Daumen, ganz so als wüssten sie, dass wir schon lange unterwegs sind und noch einen langen Weg vor uns haben und uns natürlich über einen solchen Empfang freuen. Noch spät in der Nacht werden wir in den Csàrdas, den einfachen Fischschenken am Ufer, herzlich empfangen. Es gibt gebratenen Donaustör mit Kartoffelsalat und Brot, dazu kaltes Bier aus Apatin, der Brauerei nur wenige Flusskilometer abwärts gelegen. Voller Stolz präsentieren sie die übervollen Teller, in diesem Moment schmeckt es so gut wie nirgendwo sonst auf dieser Welt. Irgendwann heißt es zahlen und ab ins Zelt – doch weit gefehlt, erst müssen wir die Gastgeber überzeugen, dass wir keinen Schnaps mehr wollen und dass es vollkommen in Ordnung ist in einem Zelt zu Übernachten. Dass wir den Schlüssel der Schenke nicht brauchen, dass es reicht, wenn wir auf der überdachten Terrasse schlafen könnten, falls das Gewitter schlimmer wird und uns die umstehenden Bäume auf den Kopf fallen sollten. Wir fühlen uns gut aufgehoben an den Ufern und auf dem Fluss zwischen Ungarn und Rumänien – was kann man besseres über ein Land sagen? Wir lernen aufgeschlossene Menschen kennen, Menschen deren Geschichten uns interessieren, die aber auch etwas von uns wissen wollen. Das war bisher nicht immer so. Wir lernen eine Region kennen, dessen jüngste Geschichte deutlich nachhallt, auch wenn die Brücken längst wieder aufgebaut und die Einschusslöcher an den Wänden verputzt sind. Doch was uns wirklich überrascht: hier leben Menschen, die von den Leuten auf der anderen Seite des Flusses nicht schlecht reden, sogar sagen, dass das Verhältnis immer besser wird. Dass man sich sogar manchmal besucht, es ist ja nicht weit über den Fluss.

Und dann denke ich darüber nach, vorher einfach ein bisschen weniger zu urteilen. Doch dann würde ich natürlich auch nicht so positiv überrascht. Und worüber sollte ich dann schreiben?

Making Of – So macht der Lars die Bilder. Und ich halte manchmal die Lampe hoch.

Manchmal macht er aber sie auch so ...

... und so sieht das dann aus.

Tischlein deck dich, Esel reck dich! Lars und Niels beim Frühstück mit Aussicht auf die Tagesetappe.

Der Wasserturm von Vukovar ist immer noch nicht heile. Wo bekommen die Leute eigentlich ihr Trinkwasser her?

Typische Csàrda am Donauufer. Praktisch: bei Flut schwimme die Fische bis in die Küche.

Kurz vor Feierarbeit mobilisiert der gelb-blau Schwedenexpress noch mal letzte Kräfte.

 

Ausgezeichnete Job-Aussichten.

Nach 70 Kilometern auf dem Wasser geht es für uns noch mal in die Muckie-Bude. So verschafft man sich den nötigen Respekt auf dem Balkan.

Potz Blitz & Donner!

Und da kam er, der Regen.

 

Wir sind in Mohacs, der letzten ungarischen Ansiedlung vor der serbisch-kroatischen Grenze. Was bisher geschah:

Lars und Niels treffen bei einem gemeinsamen Paddelausflug auf die Schwedin Malin und die beiden Vierbeiner Molle und Flicka. Zwischen Ulm und Ingolstadt biegen alle falsch ab und müssen so dem Fluss Donau bis zum Schwarzen Meer folgen. Finden sie aber nicht so schlimm, auch wenn sie zum Abendessen nicht wieder zuhause sind. Nachdem sie Österreich durchquert und die Slowakei gestreift haben, erreichen sie schließlich Budapest. Dort treffen sie auf eine nette Lehrerein und hausieren sie auf einem ganz seltsamen Campingplatz. Danach fahren sie weiter durch die menschenleere  Puszta, finden das alles ganz lustig, kommen in ein schweres Gewitter und versuchen einen Lebensmittel-KONSUM zu erreichen.

Tag / es regnet ununterbrochen aus einem düstergrauen Himmel / Gewitter / Donau, die wir aber nicht sehen / ganz ödes Land:

Lars und Niels gehen auf der Suche nach einer Fähre zur gegenüberliegende Stadt auf einem Donaudeich entlang.

Niels: „Schön hier, nicht?“

Lars: „Hmmm, stimmt. Voll schön.“

Niels: „Puszta bedeutet Einöde, also Nischt sozusagen.“

Lars: „Echt? Sieht hier gar nicht so aus.“

Ein Schäfer trottet mit seiner Schafherde vorbei, grüßt die beiden stumm nickend.

Lars: „Ich freu mich schon total auf Serbien.“

Niels: „Echt?“

Lars: „Ja und auf die großen Staudämme. Die ganze schöne Flusslandschaft in Ungarn geht mir langsam auf den Wecker. Auch das die Leute hier so nett sind wenn man sie erstmal kennt. Und das gute Essen und die Ruhe. Selbst der Regen macht hier einen freundlichen Eindruck. Das kann so nicht weiter gehen.“

Niels: „Da haste recht. Jetzt freue ich mich auch auf Serbien.“

– ENDE Teil 7 –

Von den Ungarn lernen, heißt ENTSPANNEN lernen. Niels im Selbstversuch.

Budapest macht es dem Fotografen nicht ganz so leicht.

Suchbild mit Hund.

Gesetzlich vorgeschriebene Mittagspause in überfluteten Donauwäldern

... am Ende sprang er doch nicht. Große Enttäuschung im ganzen Team.

Nach 4 Wochen mit den Brüdern Hoffmann verhällt sich Malin nach wie vor vollkommen normal. Hoffen wir das Beste.