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Die Donauten auf 3sat in der Wiederholung!

In der Woche vom 11.7. bis 16.7. laufen Die Donauten nochmals täglich 19.30 Uhr als Kulturzeit-Ersatz in 3sat. Viel Spass beim zuschauen!

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Über Luschen und Joker im Flußkartenspiel

Am Anfang ist der erste Teil und dort Schwaben, Bayern und ein Fluß.

Die Donau hat ein schnarchiges Image, ebenso Donaufahrten und Donaureportagen. Ich bin bei nichts so gut eingeschlafen wie bei Donaureportagen, (das mag auch daran liegen, dass ich acht Monate alten Nachwuchs habe, als ich mit der Recherchearbeit zur Donau beginne, aber ich wills nicht aufs Kind schieben.)

Schwabenhimmel im Abendland - Abendhimmel im Schwabenland

Schwabenhimmel im Abendland - Abendhimmel im Schwabenland

Die Jungs haben nur eine Zahnbürste, brüderlich teilen...

Die Donau ist so öde wie der Rhein – sie sind bestimmt bei Facebook befreundet. Ich fließe – Donau. Finde ich gut – Rhein. Manchmal streiten sie sich ob der erste Teil der Nibelungen, der am, auf, unter und neben dem Rhein spielt besser ist oder der zweite, der die Donau Richtung Orient hinunterspielt.
Eine Donauflußfahrt ist die Königin unter den Flußfahrten der Deutschen. Jeder hat eine Oma, Tante oder Großstiefmutter, die sich schon einmal den Fluß hinuntergefressen hat. Der Donauradweg für die Abenteuerlichen, ist die Königin unter den Radwanderwegen. Man kann sein Gepäck beim Shuttleservice abgeben, sein Fahrrad auch, sich selbst auch – wenn es regnet.
Niemand reist so gern die Donau hinauf und die Donau hinuter wie die Donau selbst – sie ist auch noch selbstverliebt, das vielleicht auch zu recht, denn eins kann und muß man ihr lassen, ihr und den Vielen die sie anzieht – sie ist ein verdammt schöner Fluß.

Arbeiten am Limit, nicht die Huberbuam, aber Sabine und Lutz

Mit dem Schiff fahren ist in einer Hinsicht wie mit dem Zug fahren, dass man in Fahrrichtung sitzen kann oder gegen die Fahrtrichtung. In Fahrtrichtung kann man sehen, wo es hingeht, oder man kann sich einbilden zu sehen wo es hingeht. Nach hinten kann man sehen, wie alles dahin geht. Solange du es sehen kannst, kannst du es noch sehen, aber schnell wird es Silhouette, Horizont, ein Strich. Die Erinnerung einer Erinnerung. Der Traum einer Erinnerung einer Erinnerung. Der Schatten eines Traumes einer Erinnerung einer Erinnerung.

Nicht der Schickimickifraß - Mach Eiah!

Warum haben wir gestritten? Warum geweint? Was war lustig? Da geht es hin. Die Bäume werden die Städte aufräumen. Die Bäume werden in die Schwimmhallen ziehen.
Du hast nach hinten deine Kräusel im Wasser gelassen und schon sind sie wieder weg. Das Wasser legt sich über alles. Da wächst Gras drüber dauert viel länger als, da fließt Wasser drüber. Das Wasser ist ein geduldiges und großherziges Element.

Schon klar, das El Dorado liegt im Schwarzwald

Alle Gebirge waren Sand und werden Sand sein. Die Donau bewegt die Landschaft, durch die sie sich bewegt. Ein Ab- und Antrag der Partikel. Europa verändert sich, langsam, langsam, denn zu schnelle Veränderungen hinterlassen Brüche und Risse oder wie Ernst Jandl schrieb: „Ach, lieber Vater brich mich nicht, beug mich lieber“.

Kirsten

(Photokommentare: Lutze)

„HECTOR BARBOSSA und sein Hundeclan“ Straßenhunde in Rumänien

Es wäre blind von uns, nicht über die Straßenhunde und deren Schicksal in Rümänien zu berichten. Wir haben in den letzten Wochen viele Tiere beobachten und wie ich, sogar ins Herz schliessen können. Ob Chantalle, Captain Sparrow, Hutze, HECTOR BARBOSSA aka Abenbein oder die Kleine, die vor unseren Augen 7 Junge zur Welt brachte.

Leider konnen wir auf unserer Fahrt und mit diesem Projekt keinen Hunden helfen. Deshalb im Anhang ein paar Berichte von Leuten, die sich der Situation angenommen haben und alles erdenkliche in Bewegung setzten um den Hunden sinnvoll durch Kastration zu helfen. Viel Kraft und Erfolg dabei.

::Bericht über einen Kastrationseinsatz in Rumänien von Tierärztin Nina Schöllhorn

::Rumänien erwägt, die Tötung von Straßenhunden wieder zu legalisieren…

Miti und der deutsche Strom

Was war eigentlich 1921? Während ich das schreibe habe ich kein Internet und so kann ich nicht Wikipedia-Klugscheißern. Keine Ahnung, der erste Weltkrieg war rum und verloren, der Zweite steckte mit dem noch unbekannten Adolf in den Kinderschuhen, Berlin soff sich ins Koma und in Rumänien kannte man nur einen Strom und das war die Donau.

Rumänische Schrankwand Typ: "Gloria"

Gloria Popustipulluiosinassi (Möbeldesignerin)

Es kam ein findiger Deutscher nach Toplet, nicht Topless (einem rumänischen Dörfchen etwas abseits vom Fluß / das letzte vor Transylvanien, so die Rede) und pflanzte eine Waffenfabrik in das beschauliche Tal. Wie gesagt, Strom war Fehlanzeige und so leitete man ein Flüßchen in einen Kanal, in ein Aquädukt, in ein dickes Rohr, in eine Turbine – Drehrummbumm und die Lampe brannte.

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...

Das tut sie bis heute. Die Waffenfabrik ist wie so vieles in Rumänien nur noch Ruine – in der der lediglich zwei holzgetäfelte Räume als düstere Büros genutzt werden. Miti ist der Chefingenieur und betreut mit zwei Mitarbeitern die Turbinen, die nach wie vor den Strom für das Kaff liefen.

v.l.n.r. Gerhard, Recaro, Miti und Tommeltom

Die örtliche Breakdance-Gruppe - Grazy Leggs

Er ist Stolz wie Bolle, wenn er mit seinem Dacia-Pickup zwischen den Turbinenhäuschen hinundherpfeffert und das zu Recht, denn jeder Technikmuseumswärter in Deutschland würde für diese beiden rotierenden Monstren Frau und Tochter an Dracula verschachern.

Not Topless in Toplet-Downtown

Lutze

PS.: You are so beautiful, my Gypsy-Girl!

Hab mich nicht getraut diese beiden schönen Frauen von vorn zu knipsen

Klicks

Es ist der Wahnsinn. Wir sind noch nicht einmal unterwegs und haben noch keine Abenteuer, außer Baumarkt, Wohnmobilorganisation, Toilettenpapiertrockenhaltermontage, Hundeschwimmwestenanprobieren, Kanunamenssuche, Objektivsammlungkomplettierung, Hockerkochereinkaufen, Gasflaschenbefüllen erlebt, und dennoch haben wir schon über 1000 Klicks auf unserem Blog.
Ach ja, ich vergaß das Drehbuchschreiben, an welchem Lutze wohl noch bis Reisebeginn ackern wird.
Es scheint wirklich eine Menge Leute da draußen zu geben, welche nicht nur, durch braves Zahlen der GEZ, dieses Projekt ermöglichten, sondern auch noch über die allabendliche Fernsehberieselung hinaus wissensdurstig über unser Wohlbefinden sind.

Leute weiter so! Es kann eigentlich nur noch interessanter werden.
t-95 h . . . und die Spannung steigt

Euch allen einen schönen Tag und viele kreative Momente.

Der Suppenkasper

Stand der Recherche

Auf meiner intensiven wie auch umfangreichen Recherche in zwei Büchern bezüglich des Filmprojektes bin ich auf interessante Dinge gestoßen…

Hätte ich nur nichts von meiner Entdeckung gesagt! Die Protagonisten haben nun natürlich Bedenken ob der Kühle des Flusses geäußert, sodaß wir uns genötigt sahen, das Boilern der Donau in Auftrag zu geben. Wie man auf dem ersten Bild sieht, wird hier das Wasser der Donau in großen Kesseln auf 26 Grad erwärmt und bei Schwowelingen eingeleitet. Das geschieht umweltfreundlich, indem Zuckerüben verbrannt werden – die, wie wir wissen keine Rückstände ausser Wasserdampf hinterlassen. Die Anlage wurde in der VR Rumänien entwickelt, von der DDR gebaut und im Austausch für Doppel-Spione an die BRD ausgeliefert. Läuft noch heute wie Henne.

Der große Donau-Boiler bei Schwowelingen

Weiterhin habe ich mitbekommen, dass das ZDF einen neuen Kanal gründet – von Mainz nach Wien. Beim ZDF gibt es viele Neider, der schiere Erfolg von 3sat und dessen Reisereportagen macht es nötig, das die höheren Etagen Tuchfühlung zur Donau und dem reichen ORF (dem die Donau auch gehört) aufnehmen. Wir werden also vielen der 25-Meter-Yachten der Redakteure und Senderpraktikanten auf unserem Weg begegnen.

Der neue ZDF-Kanal ( Mainz-Wien-Achse) im Bau

Der neue ZDF-Kanal ( Mainz-Wien-Achse) im Bau

So und dann noch was Schönes. Es gibt Bikinitussis an der Donau. Auf diesem Bild ohne Bikini und bei ihrer Lieblingsbeschäftigung. Paaarteeeyy, ahoooi!

Bikinitussies an der Donau beim Vorglühen

Lutze