Die Reise

Nach und nach bewegen wir uns mit dem Verstreichen der Wochen ab Mitte April vom winterlichen Deutschland in frühlingshafte östliche Gefilde. Folge um Folge erwachen Natur, Tiere und Menschen. Zwar paddeln wir dem Frühling entgegen und doch bewegen wir uns in einer undefinierbaren Zwischenjahreszeit auf dem Fluss. Das Kanu fährt in sonst schwer passierbare Seitenarme der Donau. Die Stille der Fortbewegung verhindert, dass Tiere vertrieben werden und erlaubt nahezu jederzeit Stopps zur Beobachtung. Die Brüder Hoffmann zelten hauptsächlich, außer sie werden von Gastgebern zum Bleiben aufgefordert. Interessante Punkte aus landschaftlicher, historischer und gesellschaftlicher Sicht erreichen die Beiden zu Fuß abseits des großen Flusses mit Kraxe, Kompass und Landkarte. Da wir uns circa sechs Wochen auf der Donau bewegen werden lassen wir die Begegnungen mit den Bewohnern der Uferregion, Fischern, Flößern, Fährleuten, Bauern und anderen Reisenden per Zufall entstehen. Die vorangehende Recherche bezieht sich maßgeblich auf Logistik und Route, Genehmigungen und landeskundliche Themen. Die zu überbrückende Strecke ist gewaltig und die Sendezeit begrenzt. Diese Tatsache macht eine genaue Auswahl der Themen nötig. Größere zeitliche und räumliche Sprünge werden durch den Text aufgefangen. Jede Folge beinhaltet jedoch die Essenz der jeweils besuchten Region und stellt exemplarisch einen abgegrenzten Abschnitt der Donau dar. Inhaltliche Schwerpunkte sehen wir in den überall vorhandenen Naturschutzgebieten, der Fauna und Flora, dem Leben im Kanu und Zelt, der Jahreszeit und bei ausgewählten Menschen der Region. Lars und Niels Hoffmann sind Naturfotografen. Sie fotografieren mit ihrer ganz persönlichen Sicht auf die Dinge. Auch dieser Aspekt wird thematisiert.